Neugattersleben, Instandsetzung der Brücke über den Bodekanal (BW3)

Herausforderungen durch Naturgewalten und Vandalismus

Am Rande des Schlossparks Neugattersleben, in der Nähe der Stadt Nienburg (Saale), überspannt die historische „Parkwegbrücke“ den Bodekanal. Die FUCHS Bau GmbH konnte sich im Ausschreibungswettbewerb gegen zahlreiche Bauunternehmen durchsetzen und den Auftrag zur denkmalgerechten Instandsetzung des historischen Betonbauwerkes gewinnen. Bauherr ist die Stadt Nienburg, die Bausumme beträgt knapp 800 T€.

Geplante Arbeiten sind die Erneuerung des kompletten Fahrbahnaufbaus inkl. Bauwerkshinterfüllung mit Leichtbeton und der Bauwerksabdichtung, die Wiederherstellung der Böschungsbereiche mit über 700 farblich angepassten Betonfertigteilen sowie die Nachbildung der teilweise fehlenden historischen Brückenaufbauten (u.a. Voluten, Kugeln, Türme, Schindeln). Zahlreiche Fehlstellen sowie Risse bis 15 Millimeter Breite werden durch FUCHS Bau bis Oktober dieses Jahres instandgesetzt. Ebenso erhält das Bauwerk neue Geländerelemente. Bis auf das Geländer werden alle Neubauteile und alle instandgesetzten Altbauteile mit einer farblich abzustimmenden, denkmalschutzgerechten und trotzdem dauerhaften Dichtschlämme überzogen werden.

Aktuelles Baugeschehen: Die Trockenlegung der 50 Meter langen Böschungsbereiche einschließlich der Widerlager ist die vorauslaufende Leistung im Bauablauf. Die Planung sieht vor, mittig entlang des Bodekanals einen Fangedamm, gebildet aus sogenannten BigBags, zu errichten. Enorme Pegelunterschiede, d.h. Gewässertiefen zwischen 1,50 m und 3,50 m, ein sehr starker Strömungsdruck des Fließgewässers sowie eine äußerst schlammige, nicht begehbare Flusssohle stellen dabei eine große Herausforderung dar. Die eingesetzten Pumpen fördern aktuell bis zu 500 m³ Wasser pro Stunde aus dem Fangedamm. Leider behindern auch sinnloser Vandalismus und Einbruchdiebstähle den planmäßigen Fortgang des Baugeschehens.