Biologische Abwasserreinigung

MEDIENINFORMATION: Biologische Abwasserreinigung nach Stand der Technik: In Fahrzeugwaschanlagen wertvolles Trinkwasser sparen

Zeithain, 17.05.2022

Biologische Abwasserreinigung nach Stand der Technik:

In Fahrzeugwaschanlagen wertvolles Trinkwasser sparen

Der Klimawandel führt zur Häufung von extremen Wetterereignissen. Vielen Wochen der Dürre folgen massive Regenfälle, die für Infrastruktur-Einrichtungen eine Herausforderung darstellen. Biologische Wasserreinigung, kombiniert mit Anlagen zur Regenwassernutzung, nimmt daher eine immer stärkere Bedeutung ein, wenn es um Kfz-Wäsche geht. Diese Technologie hilft effektiv dabei, neben Ressourcen auch noch Kosten einzusparen.

Fahrzeugwäschen haben es in sich: Im Durchschnitt benötigt eine Waschanlage 100-150 Liter Trinkwasser pro PKW und 500 Liter Trinkwasser für ein Nutzfahrzeug. Diese enormen Mengen lassen sich erheblich reduzieren – im Idealfall sogar bis auf null. Biologische Abwasserreinigungssysteme bereiten in solchen Fällen das Brauchwasser wieder auf. Den Grundstock liefert das anfallende Regenwasser der Dach- und Verkehrsflächen. Die Zusammenarbeit der FUCHS Fertigteilwerke Ost GmbH (FFO) und der AQUADETOX International GmbH hat daher das Ziel „Keine Trinkwasserverschwendung“. FFO-Geschäftsführer André Franke: „Wir sprechen hier von der Fahrzeugwäsche für die Zukunft. Und die hat schon begonnen!“

Der Erfolg liegt in der Kombination des Know-hows beider Techniken und im bereichsübergreifenden Denken: Daraus entstand eine umfassende, alltagstaugliche Lösung.

Die FUCHS Fertigteilwerke Ost konstruieren die erforderlichen Stahlbetonbehälter flexibel und optimiert auf ihren Einsatz. Diese Becken erhalten ein durchdachtes Innenleben an technischer Ausrüstung. Wichtig dabei: Anpassungen müssen möglich sein und die biologische Schwebebett-Technologie muss konsequent umgesetzt werden. Dies garantiert eine biologische Abwasserreinigung auf dem Stand der Technik.

In der besagten Technologie setzen die Fachleute in den biologischen Becken freischwimmende BioCubes als Trägermaterial für die Mikroorganismen ein.

„Unsere optimierten Beckenausführungen in Kombination mit dem neuen BioSaver System von aquadetox ermöglichen kleinere, platzsparende, sprich: kompakte Anlagen. Diese produzieren ein wesentlich besseres Brauchwasser als die biologischen Anlagen mit einer Nachklärung durch Schrägklärer, wie sie in der Vergangenheit zum Einsatz kamen“, erklärt André Franke.

Der Erfolg ergibt sich aus mehreren Faktoren: Einerseits wird das Wassermanagement konsequent umgesetzt. Zum Zweiten spielt die entsprechende Beckentechnologie eine entscheidende Rolle. Drittens sorgt der effektive Einsatz der aquadetox Wirbelbett-Technologie in Verbindung mit einer neu entwickelten Nachklärung der BioSysteme, BioSaver und BioCiron mit einer UV-Entkeimung für die erfreulichen Ergebnisse.

Der so wichtige Rohstoff Wasser wird in einem Kreislauf erhalten und kann auf Grund der biologischen Reinigung immer wieder verwendet werden. Das Abwasser wird komplett gereinigt. Verlustmengen, die durch Verschleppung und Verdunstung entstehen, gleichen sich über Regenwasser aus, das also nicht nur zur Verdünnung zugeführt wird. Der Regenwasserspeicher deckt auch den Bedarf an Osmosewasser ab.

Die zunehmenden Nachfragen bestätigen, dass der Markt Lösungen dieser Art braucht: auch, um die steigenden Kosten aufzufangen. Und um bei einer wiederkehrenden Trockenheit, wie bereits in den vergangenen Jahren, einem drohenden Waschverbot auszuweichen.

Sollte die Einleitung des gereinigten Abwassers notwendig werden, müssen die geltenden Grenzwerte eingehalten werden. Die FUCHS Fertigteilwerke garantieren das durch die Bemessung und Auslegung der Anlagen. Das Bau- und Wasserrecht wird über die für die Anlagen durch das DIBt erteilten allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen geregelt.

Ein aktuelles Beispiel für eine erfolgreiche Anwendung der Kombination aus Regenwassernutzung und biologischer Abwasserreinigung stellt das Projekt für die Carwash Competence GbR in Plochingen dar. Auf einem Grundstück von ca. 3.300 m² errichtete sie einen Waschpark für Personenkraftwagen und Kleintransporter mit 2 Portalwaschanlagen und 3 SB Waschboxen.

Das anfallende Abwasser wird über 2 Schlämmfänge mit einem Nutzinhalt von 12.000 l mechanisch vorbehandelt. Die gelösten Inhaltsstoffe im Abwasser werden abgeschieden oder setzen sich ab. Beide Schlammfangstufen sind in einem Rechteckbehälter mit einer mittigen Trennwand angeordnet. Das Abwasser mit den nichtgelösten Inhaltsstoffen wie Reinigungsmitteln, Salzen und gebundenen Kohlenwasserstoffen erfährt seine Reinigung in den zwei biologischen Stufen mit einem Nutzinhalt von je 15.000 l durch den Einsatz der Trägerbiologie und einem berechneten Eintrag von Sauerstoff. Die Absetzung der Biomasse (Belebtschlamm) erfolgt in der oberirdischen Nachklärung des BioSaver -Systems. Der abgesetzte Schlamm wird dabei in den Schlammfangbereich gefördert und aus diesem dann bei Bedarf entsorgt. Auch diese zwei biologischen Stufen sind in einem Rechteckbehälter mit einer mittigen Trennwand angeordnet.

Die Anlage erreicht dabei nachfolgende Abwassereigenschaften: Eine CSB-Elimination von ca. 98 % mit einer 100 % Reinigung des Abwassers, sauberes geruchsfreies Brauchwasser, mit einer klaren Durchsichtigkeit - sehr gut mit einer Brauchwasserqualität hygienisch unbedenklich, CSB < 50 mg / l, BSB5 < 15 mg / l, abfiltrierbare Stoffe < 0,5 mg / l und einem PH Wert von 7,5 – 8,5.

Rund 2.000 m² der Grundstücksfläche bestehen aus Dachflächen und befestigten Verkehrsflächen mit geringem Schmutzanfall, die für eine Regenwassernutzung geeignet sind. Das anfallende Regenwasser von diesen Flächen wird über eine Kompaktsedimentationsanlage mit einer Leistung von 24 l/s und mit einem Durchgangswert von 0,35 behandelt. Das gereinigte Regenwasser gelangt in eine Zisternenanlage mit einem Gesamtvolumen von 60.000 l. Es dient der Gewinnung von Osmosewasser und für den Ausgleich der Verschleppungsverluste.

Der neu errichtete Waschpark in Plochingen setzt somit neue Maßstäbe beim sorgsamen Umgang mit unserem Lebensgut Trinkwasser!

Auch weitere Projekte wie die PKW-Waschstraße Allguth in München, die LKW-Waschanlage Stegmeier, der PKW Waschpark Sossalla und der Clean Park Eco von Kärcher zeigen, dass Fahrzeugwäsche umweltschonend und nachhaltig sein kann.

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